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Hinzugefügt am: 23.05.2016 um 20:54 Uhr

Grundlehrgang 2016


Am vergangenen Samstag fand an der LSTE die diesjährige Prüfung des Grundlehrgangs statt. Alle Anwärter aus den Ämtern Schlaubetal, Brieskow-Finkenheerd und Neuzelle, die antraten, haben den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen. Auch die Einsatzabteilung der Feuerwehr Neuzelle kann sich über einen neuen jungen Kameraden freuen.
Kategorie: Allgemein
Erstellt von: Justus T.

Reif für den ersten Einsatz

Eisenhüttenstadt (MOZ) Rege Betriebsamkeit herrscht am Sonnabend früh schon auf dem Gelände der Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz in Eisenhüttenstadt (LSTE). Feuerwehren aus den umliegenden Ämtern lassen eine größere Aktion vermuten.

"Ja, diese Vermutung ist richtig. Wir haben uns heute hier mit 18 jungen Kameraden getroffen, die heute ihre Truppmannprüfung ablegen werden. Die Theorie ist gelaufen und nach der Kaffeepause geht es an vier Stationen weiter mit dem ersten Teil der praktischen Prüfung", erzählt Patrick Scholz von der Feuerwehr Neuzelle; er ist Ausbilder an der Schule sowie involviert in die Truppmannausbildung. Er ergänzt: "Seit 2015 führen wir Prüfungen hier an der Schule durch und das ganze Ämter übergreifend. Die Voraussetzungen sind ideal und wer die Prüfungen dieses Tages besteht, darf ab sofort mit zum Einsatz fahren."

Die jungen Feuerwehrleute haben etwa ein halbes Jahr Ausbildung hinter sich, haben Feuerwehrdienstvorschriften gepaukt, sich in Knotenkunde und Gerätetechnik geübt und praktische Fähigkeiten, wie Schlauch ausrollen und Zielweitwurf mit der Leine geübt. Genau in diesen vier Disziplinen erfolgen auch die Einzelbewertungen, bevor am Ende des Prüfungstages zwei Komplexaufgaben, unter anderem in einer simulierten Brandbekämpfung als Gruppe mit Steckleitereinsatz bis ins zweite Obergeschoss zu absolvieren sind.

Da die Ausbildung in den Ämtern Neuzelle, Schlaubetal und Brieskow-Finkenheerd sowie in der Stadt Eisenhüttenstadt weitgehend parallel laufen, kennen sich die jungen Kameraden mehr oder weniger schon und legen auch gemeinsam Prüfungen ab. "Dieses Zusammenspiel ist extrem wichtig bei Löscheneinsätzen, so demonstriert beim Waldbrand vor einer Woche bei Treppeln", erläutert der Ausbilder, bevor er sich den einzelnen Startionen zuwendet.

Indessen absolviert Maximilian Alex aus Wiesenau die Knotenbahn. Jugendwart Karsten Schickram aus Aurith ist bei ihm und beruhigt den Prüfling. Vier von neun Knoten müssen gezeigt werden. Einer, der Pfahlstich in der Brustleine, ist vorgeschrieben und muss sitzen. Maximilian absolviert diesen Part fehlerfrei mit Bravour und erhält die Note 1.

Weiter geht es für ihn zur Geräteprüfung. Hier darf er sich zwei Geräte auswählen und muss deren Einsatzzweck, Aufbau und Eigenschaften erklären. Ein Steigrohr mit zwei Schlauchanschlüssen scheint ihm geeignet sein Wissen zu demonstrieren. "Das ist ein Steigrohr für Unterflurhydranten....", beginnt Maximilian seine Ausführungen. Aufmerksam hören die Prüfer zu und stellen dann doch verzwickte Fragen, so zum Beispiel nach Besonderheiten des Anschlusses, Wasserdurchflussmengen und andere, die der Prüfling aber im Wesentlichen beantworten kann. Alles ist gut gegangen. "Wir müssen diese Palette dort treffen. Wenn es daneben geht, gibt es Punktabzüge", sind sich Christoph Welkisch und Valentin Kuttig von der Freiwilligen Feuerwehr Ziltendorf sicher, bevor sie zum ersten Probewurf antreten. Der Sack von Christoph landet kurz vor der Palette. Beim Prüfungswurf klappt es aber dann doch.

Die Einsatzzüge der Feuerwehren in den Ämtern Neuzelle, Schlaubetal und Brieskow-Finkenheerd können sich jetzt über Verstärkung freuen.

Quelle: http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/eisenhuettenstadt/artikel0/dg/0/1/1484603/ (23.05.2016)