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Hinzugefügt am: 06.05.2015 um 13:54 Uhr

Wenn Pech in pures Glück umschlägt


Bereits zum 5. Mal hat in Berlin kürzlich der "Firefighter Stairrun" stattgefunden.
Kategorie: Wettkampfsport
Erstellt von: Justus T.

Neuzelle/Berlin (MOZ) Bereits zum 5. Mal hat in Berlin kürzlich der "Firefighter Stairrun" stattgefunden. Auch Mitglieder der Neuzeller Amtsfeuerwehr beteiligten sich an dem Wettkampf. Die drei angetretenen Teams zeigten gute Leistungen - in der Kategorie "Mixed" errangen die Neuzeller sogar den Sieg.


Erfolgreiches Duo: Isabell Werner (l.) und David Schulz am Start. © Feuerwehr Neuzelle/privat
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770 Stufen, 39 Stockwerke, 110 Höhenmeter müssen überwunden werden, um beim "Firefighter Stairrun" - also dem "Feuerwehrleute-Treppenlauf" - in Berlin gewertet zu werden. Immer zwei Feuerwehrleute bilden dabei ein Team und müssen das Treppenhaus des Park Inn Hotels am Alexanderplatz nach oben laufen. Die besondere Herausforderung: Sie tragen volle Schutzausrüstung inklusive eines Pressluftatmers.

"Die wiegt in etwa 20 Kilogramm", erklärt Neuzelles Amtswehrführer David Schulz. Er ist beim "Firefighter Stairrun" am 18. April in der Kategorie "Mixed" - also "gemischt" - mit seiner Teamkollegin Isabell Werner angetreten. Sie ist Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeine Schenkendöbern und war zum ersten Mal dabei. Anders als David Schulz, der bei den vergangenen Läufen schon in der Kategorie "Männer" gestartet ist.

"Mein üblicher Partner konnte diesmal nicht und ich hatte eh schon überlegt, dass wir mal im "Mixed' antreten sollten - in Isabell habe ich da die passende Teamkollegin gefunden", erklärt der 32-Jährige. Sie ist nämlich in ihrer Feuerwehr auch als Wettkämpferin aktiv.

Ende Januar ging das gemeinsame Training los. "Wir haben von ArcelorMittal und Veo die Erlaubnis erhalten, am Gasometer zu trainieren", erzählt David Schulz, der im Stahlwerk arbeitet und auch in der Werksfeuerwehr aktiv ist. Acht Mal haben die beiden den Speicher im Vorfeld des Wettkampfes erklommen. Auch darüber hinaus wurde fleißig das Laufen trainiert und die 27-jährige Schenkendöberin hat sogar das Rauchen aufgegeben.

Der Lohn der Arbeit: der Sieg in ihrer Kategorie gegen 25 weitere Teams. Daran hatten die beiden Wettkämpfer aber selbst schon nicht mehr geglaubt. "Gleich am Start hat sich das Band von Isabells Gasflasche gelöst", erinnert sich David Schulz an den Schreckmoment. "Die hing dann zur Seite, sodass ich sie die ganze Zeit stützen musste." Festzurren war in der Kürze der Zeit nicht möglich. Dennoch beendeten seine Partnerin und er den Lauf mit fast fünf Sekunden Vorsprung auf das zweitplatzierte Team in einer Zeit von 8.38 Minuten.

Auch die beiden anderen Teams aus Neuzelle konnten sich über eine ordentliche Platzierung freuen. In der Kategorie "Youngster" - bei dem beide Teilnehmer zusammen maximal 79 Jahre alt sein dürfen - erreichten Steve Heinrich und Patrick Scholz den 97. und Carlo Burtchen und Mathias Götze den 172. Platz von 266 Teams, die das Ziel erreicht haben. "Eigentlich ist jeder, der oben ankommt, schon ein Sieger", schildert Steve Heinrich seine Eindrücke. "Du gehst mit deinem Körper absolut an die Leistungsgrenze, aber der Ausblick vom Dach des Park Inn Hotels entschädigt dafür."

Isabell Werner und David Schulz wollen daher auch im kommenden Jahr wieder antreten. Und auch weitere Kameraden haben Blut geleckt. "Aus Schenkendöbern wollen sich einige Leute anmelden", sagt Isabell Werner und schmunzelt.

 

Quelle: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1388146/