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Hinzugefügt am: 16.12.2014 um 09:56 Uhr

Weihnachtsbaumschlagen


Weihnachtsbaumverkauf auch in diesem Jahr sehr gut besucht
Kategorie: Verein
Erstellt von: Justus T.

Traditionell waren die Kameraden des Feuerwehrvereins mit der Gulaschkanone beim Weihnachtsbaumschlagen am Treppelpflaster dabei.

 

Zeitungsartikel vom 15.12.2014 :

Auf der Suche nach dem Schönsten

Neuzelle (MOZ) Die Suche nach dem richtigen Weihnachtsbaum ist derzeit in vollem Gange. In einem Waldstück der Stiftung Stift Neuzelle am Treppelpflaster sind am Sonnabend etliche fündig geworden. Der dortige Weihnachtsbaumverkauf, bei dem Besucher auch selbst zur Säge greifen konnten, war ein voller Erfolg.

 

Sind fündig geworden: Für Familie Niedermeyer aus Müllrose und Familie Gusko aus Hohenwalde hat sich der Ausflug zum Waldstück am Treppelpflaster gelohnt. Sie konnten nach kurzer Zeit ihre Wunsch-Weihnachtsbäume zu den Autos tragen.

Sind fündig geworden: Für Familie Niedermeyer aus Müllrose und Familie Gusko aus Hohenwalde hat sich der Ausflug zum Waldstück am Treppelpflaster gelohnt. Sie konnten nach kurzer Zeit ihre Wunsch-Weihnachtsbäume zu den Autos tragen. © MOZ

Auf dem sogenannten Treppelpflaster zwischen Neuzelle und Treppeln, wo sonst nur vereinzelt Autos entlangtuckern, wälzten sich am Sonnabend ganze Blechlawinen entlang. Alle wollten in einem kleinen Waldstück ihren Weihnachts-Traumbaum finden.

"Die Ersten waren schon gegen 9 Uhr hier - also eine Stunde vor dem eigentlichen Beginn", erzählt Walter Ederer, Direktor für Marketing und Kultur in der Stiftung Stift Neuzelle, die den Weihnachtsbaumverkauf im stiftseigenen Wald, organisiert hat. Während Stiftungsdirektor Norbert Kannowsky mit roter Zipfelmütze als Parkplatzeinweiser fungiert, um der Automassen Herr zu werden, und Walter Ederer - ebenfalls mit Weihnachtskopfschmuck - im Minutentakt Neuankömmlinge willkommen heißt, sind andere bereits fündig geworden und auf dem Rückweg.

Carla Leupolt und ihr Mann hieven eine große Fichte aus dem Wald heraus. Selbst gesägt natürlich. "Das ging ganz schnell", sagt sie zufrieden. Nun müssen beide noch zum Baummessen. Sollte ihre Nadelschönheit über den roten Strich an dem extra aufgestellten Pfahl hinausreichen, ist sie mindestens zwei Meter hoch, das würde 25 Euro machen. Bleibt sie darunter, werden 20 Euro fällig, und wenn sie größer als zweieinhalb Meter ist, müssen 30 Euro berappt werden. Neben Fichten können auch Kiefern abgeholzt werden. Und um die Auswahl noch zu vergrößern, hat die Stiftung zusätzlich frisch geschlagene Nordmanntannen aus dem Land Brandenburg hinzu gekauft.

Stephanie Böttcher hat sich eine davon ausgesucht. "Die piken nicht so", weiß die junge Frau, die mit ihren beiden Kindern zum Treppelpflaster gekommen ist, wie so viele. Egal, ob der Baum nun selbst gesägt oder geschlagen, oder ob er nur aus der Halterung genommen wird - die Baumschau inmitten der Natur ist offensichtlich ein Familienerlebnis. Selbst die Kleinsten wollen schon Hand anlegen - wenn auch nur mit einer Spielzeug-Motorsäge. Zudem hat die Freiwillige Feuerwehr ein gemütliches Lagerfeuer entfacht und verkauft Gulasch und Bratwürstchen. Beides reicht bis etwa 11.30 Uhr. Frische Waldluft regt eben den Appetit an.

Letztlich sind am Sonnabend zwischen 9 und 14 Uhr etwa 1500 Menschen zu dem Waldstück am Treppelpflaster gekommen, schätzt Walter Ederer. Zwischen 500 und 600 Bäume wurden verkauft. Finanziell lohne sich das für die Stiftung nicht. "Wir machen das, weil es Spaß bringt und weil wir in Kontakt zu den Leuten bleiben wollen", sagt der Marketing-Direktor. Die übriggebliebenen Nordmanntannen werden ihm zufolge in dieser Woche jeweils von 14 bis 16 Uhr auf dem Klostergelände An der Kanzlei 2 verkauft.

 

Quelle: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1353770/